5 Tipps für eine entspannte Weihnachtszeit – Unser „Lockdown Light“-Special für Paare

Das Weihnachtfest naht mit großen Schritten – und mit ihm auch die eine oder andere Kleinigkeit, die uns jedes Jahr aufs Neue gehörig ins Schwitzen bringt. Als ob das nicht schon genug wäre, bringt dieses Jahr auch noch ein paar covidbedingte Herausforderungen mit sich! Ist das Nervenkostüm also rund um die Weihnachtszeit generell etwas durchlässiger und der Geduldsfaden etwas dünner als sonst, können Lockdown, Social Distancing und Co. schon mal zur echten Zerreißprobe werden.

Das gilt besonders für Paare, denn die meisten von ihnen verbringen seit dem ersten Lockdown im März sehr viel mehr Zeit miteinander als sonst. Dabei handelt es sich jedoch nicht immer um die berühmt-berüchtigte Quality Time! Viele von uns haben trotz – oder gerade wegen – Home Office, Home Schooling und konsequentem stay@home effektiv sogar weniger Paarzeit miteinander als früher. Während manche Paare also bereits einen Tanz veranstalten, um sich nicht ständig gegenseitig auf die Zehen zu treten, leben andere seit Monaten erfolgreich und ohne viele Berührungspunkte im selben Haushalt nebeneinander her. Ersteres führt dabei manchmal zu Letzterem – und umgekehrt!

Doch wie verbringt man als Paar eine schöne, entspannte Weihnachtszeit – und das zwischen Lebkuchenhaus und Lockdown Light? Wir haben fünf Tipps zusammengestellt, die Paare gut durch die Weihnachtszeit bringen. (Natürlich eignen sie sich auch für jeden Lockdown oder Lockdown Light, den nächsten Familienurlaub und überhaupt jede Lebensphase, die Paare miteinander verbringen… 😉)

5 Tipps für eine entspannte Weihnachtszeit

1. Einander Raum geben

Gerade über die Weihnachtsfeiertage kann es schnell etwas eng zuhause werden. Das kann mit reichlich Familienbesuch zusammenhängen, kommt aber auch vor, wenn selbiger aufgrund eines Lockdowns ausbleiben muss. In diesen Zeiten spielen unsere persönlichen Freiräume eine wichtige Rolle. Wir gehen gerne vor dem Frühstück eine große Runde joggen, unser Partner bzw. unsere Partnerin aber nicht? Er*Sie liest lieber nachmittags ein gutes Buch, als wie wir mit Freund*innen zu skypen? Abends nehmen wir gerne ein entspannendes Bad, während es sich unser Partner bzw. unsere Partnerin bei einem Film auf dem Sofa gemütlich macht? Wunderbar!

All das sind prächtige Gelegenheiten für persönliche Freiräume. Wir müssen uns nur trauen, sie uns zu nehmen – und sie unserem Partner bzw. unserer Partnerin zugestehen! Kein Paar muss 24 Stunden zusammen verbringen. Und kein Paar muss jedes Hobby, jedes Interesse und jede Leidenschaft miteinander teilen. Viel wichtiger ist es, dass wir uns mit unserem Partner bzw. unserer Partnerin freuen, wenn er*sie eine gute Zeit hat! Deshalb dürfen wir uns auch genügend Me-Time gönnen. Nicht zuletzt, um die im nächsten Punkt angesprochene We-Time dann auch in vollen Zügen genießen zu können!

2. Gemeinsame Zeit planen

Im selben Haus(halt) zu wohnen bedeutet nicht, dass wir automatisch und bewusst Zeit miteinander verbringen. Wir haben daher oftmals das Gefühl, uns häufig zu sehen und trotzdem irgendwie nebeneinander her zu leben. Im schlimmsten Fall können wir uns sogar richtig einsam fühlen, obwohl wir nicht allein sind! Dagegen hilft es, gemeinsame Stunden bewusst zu planen. Das mag unromantisch klingen, kann aber sehr effektiv sein – besonders bei langjährigen Beziehungen.

Denken wir doch nur an die Arbeit: Für wichtige Kund*innen nehmen wir uns auch ganz selbstverständlich Zeit – bewusst und exklusiv. Wir fixieren einen Termin mit ihnen, den wir einhalten und nicht doppelt buchen. Genau diese Wichtigkeit sollten wir auch unserm Partner bzw. unserer Partnerin und der gemeinsame Zeit zuerkennen! Dabei kann jedes Paar für sich entscheiden, ob es ausreichend ist, sich einen konkreten Zeitpunkt bzw. ein Terminfenster für die gemeinsame Zeit zu vereinbaren, oder ob auch gleich Aktivitäten geplant werden. Wichtig ist: Wenn wir uns We-Time mit unserem Partner bzw. unserer Partnerin reservieren, wäre es optimal, wenn wir diese auch tatsächlich genießen können. Gibt es ernste Themen, die besprochen werden möchten, empfiehlt es sich, diese extra zu terminisieren (siehe dazu auch Punkt 4).

3. Etwas Neues ausprobieren

Die Sicherheit von Routine und liebgewonnenen Ritualen sollten wir niemals unterschätzen. Doch zwischendurch ist es gut, einen Ausflug ins Unbekannte wagen und zusammen etwas Neues ausprobieren. Dazu braucht es gar keine umfassenden Freizeitangebote, sondern bloß ein bisschen Kreativität, eine Handvoll Offenheit und eine Prise Abenteuerlust! Diesem Plan stehen also weder Feiertage noch ein Lockdown im Weg. Es lohnt sich daher, immer wieder die gewohnten Pfade zu verlassen.

Wenn wir zum Beispiel unsere Abende gerne gemeinsam vor dem Fernseher verbringen (laut mehreren Studien übrigens ein sehr beziehungsförderliches Hobby!), könnten wir Netflix, Prime und Co. doch einmal eine Auszeit gönnen und stattdessen ein Brettspiel spielen. Paare, die gerne zusammen ausgehen, könnten die Party in die eigenen vier Wände verlegen und einen Themenabend veranstalten – mit passender Dekoration, schicken Outfits und einem Dinner. Wieso bei dieser Gelegenheit nicht auch gleich ein neues Rezept ausprobieren? Oder wie wäre es mit einem Spaziergang in einer unbekannten Gegend – oder zu einer ungewöhnlichen Uhrzeit? Im Mondschein um Mitternacht durch frisch gefallenen Schnee zu wandern ist nicht nur romantisch, sondern auch sehr besinnlich und entschleunigend!

4. Sorgen an- und aussprechen

Manchmal beschäftigt oder belastet uns etwas, doch es fällt uns schwer das Thema bei unserem Partner bzw. unserer Partnerin anzusprechen. Wir haben Angst vor seiner*ihrer Reaktion, vermeiden einen erwarteten Konflikt oder glauben schon ganz genau zu wissen, was er*sie sagen wird. Dann erscheint es uns oft einfacher zu schweigen. Doch in den meisten Fällen belastet uns die unausgesprochene Sorge. Sie brodelt und wächst in uns – und allzu oft führt genau das erst zum tatsächlichen Konflikten!

Deshalb lohnt es sich unseren Mut zusammenzunehmen, über unseren Schatten zu springen und unsere Gedanken auszusprechen. (Wenn es uns leichter fällt, können wir das auch im Sinne des Weihnachtsfriedens tun!) Ansonsten geben wir unserem Partner bzw. unserer Partnerin gar keine Gelegenheit zu reagieren. Und dann hat er*sie auch keine Gelegenheit, uns zu überraschen! Vielleicht kommt es gar nicht zum Streit. Vielleicht sagt er*sie gar nicht das, was wir uns ausgemalt haben. Wenn wir ein Gespräch gar nicht erst führen, sorgt das nicht nur dafür, dass uns das Thema nachhaltig beschäftigt und belastet. Es nimmt unserem Gegenüber auch die Chance dazu Stellung zu beziehen – und gemeinsam eine Lösung zu finden!

5. Anerkennung und Wertschätzung zeigen

„Ich freue mich riesig, dass du heute mein Lieblingsessen gekocht hast und dafür sogar extra einkaufen warst. Ich weiß, wie viel du momentan in der Arbeit um die Ohren hast und ich weiß auch, dass dich das Einkaufen stresst. Der Mundschutz, die drängenden Menschen,… Du leistest zurzeit beinahe Unmenschliches, ich bin sehr stolz auf dich! Und ich weiß es sehr zu schätzen, dass du dir trotz allem die Zeit genommen hast für uns zu kochen.“ Wie oft sagen wir Dinge wie diese zu unserem Partner bzw. unserer Partnerin? Vermutlich seltener, als wir sollten! Denn es kostet uns nichts außer ein bisschen Zeit, hat aber einen großen und positiven Effekt auf unsere Beziehung.

Für den Anfang bewirkt oft schon das Wörtchen Danke wahre Wunder. Ein ehrliches und aufrichtiges Danke – auch für kleine, alltägliche, vermeintlich selbstverständliche Dinge. Denn Paare bewegen sich häufig in dem, was wir gerne die Tretmühle des Nörgelns nennen – einem Teufelskreis, in dem wir unbewusst auf negative Eigenschaften und Verhaltensweisen unseres Gegenübers fokussiert sind und diese auch allzu oft und gerne kommentieren. Anstatt uns von dieser Spirale nach unten ziehen zu lassen, können wir uns bewusst auf die positiven Dinge konzentrieren – und unsere Wertschätzung in Worte fassen! Das wird nicht nur unseren Partner bzw. unsere Partnerin freuen, sondern hat auch einen positiven Einfluss auf unsere eigene Wahrnehmung. Wir bringen uns damit in eine Art Positiv-Spirale, was unsere Beziehungszufriedenheit nachhaltig verbessert.

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Lesetipps & Quellen

Zum Zusammenhang von Beziehungsqualität und Fernsehkonsum
https://www.businessinsider.de/strategy/laut-einer-studie-ist-gemeinsames-fernsehen-gut-fuer-eure-beziehung-2016-9/

Zum Unterschied von Lob und Anerkennung (im beruflichen Kontext)
https://www.karriere.at/blog/lob-anerkennung.html

47 außergewöhnlichen Paar-Aktivitäten
https://www.liebesmeer.de/ratgeber/partnerschaft-beziehung/unternehmungen-zu-zweit/